Erfolgreicher und heftiger Start ins Jahr 2026
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Aktualisiert: vor 1 Tag
Der Monat März ist mit zwei Missionen in Ulaanbaatar (Mongolei) und in Qharshi (Usbekistan) sehr gut besetzt.
Wie immer erfolgen diese Reisen nach sorgfältiger Vorbereitung und Planung der durchzuführenden Eingriffe. Die Kollegen vor Ort teilen meistens ihre Bedürfnisse im voraus mit: Liste der auf eine Operation wartenden kleinen Patientinnen und Patienten sowie Material, das allenfalls dringend benötigt wird.

Mein treuer Begleiter, Purevpuntsag "Pepe" Ochirbat, wartet wie immer am Flughafen Chinggis Khan, damit ich keine Probleme beim Zoll habe. Da die Landung meistens gegen 04:30 Uhr erfolgt, schaffen wir es in die Stadt vor dem grossen Autoverkehr und den berüchtigten Staus.

Kurz nach der Landung stehe ich üblicherweise im Operationssaal mit meinen Freunden und Kollegen in Ulaanbaatar. Die Zeitdifferenz beträgt im Winter 7 Stunden und ist nach einer Nacht im Flugzeug gut zu bewältigen.




Es sind wieder unzählige Kinder, die wir anlässlich einer Sprechstunde beurteilen dürfen, im Operationsaal und anschliessend auf der Intensivstation betreuen und schliesslich hin und wieder einige Monate nach dem Eingriff nachkontrollieren.

Während meines letzten Besuches haben wir eine einmalige und auch in Europa sehr seltene Operation durchgeführt. Bei einem 17-jährigen Jungen, der an einem Unterbruch der Aorta litt (sog. Interrupted aortic arch type B) haben wir einen sog. extra-anatomischen Bypass angelegt, d.h. ein künstliches Gefäss zwischen der auf- und der absteigenden Aorta (hinter dem Herzen) als Überbrückung der fehlenden Hauptschlagader.

Besuch auf der Intensivstation: Der junge Mann hat den Eingriff bestens überstanden. Sein Blutdruck, der vor dem Eingriff circa 170-180 mm Hg betrug, sank nach dem Eingriff auf normale Werte um 110 mm Hg.

Am Abend vor der Rückkehr in die Schweiz haben wir uns eine kleine Pause in der Musikschule erlaubt und ich durfte mit den einheimischen Pferdekopfgeigen, dem mongolischen Nationalinstrument, Bekanntschaft machen.




